1. 24vita
  2. Verbraucher

Vorstand der KBV fordert: „Alle staatlichen Restriktionen zum Coronavirus aufheben“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kristina Wagenlehner

Dr. Stephan Hofmeister Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in Berlin im Pressegespräch. (Symbolbild)
Dr. Stephan Hofmeister der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) fordert, alle staatlichen Corona-Maßnahmen aufzuheben. (Symbolbild) © M. Popow/Imago

Wenn es keine Corona-Impfpflicht gibt, sieht KBV-Vize-Vorstand Hofmeister nur eine Alternative: „Die Aufhebung aller staatlich veranlassten Restriktionen“. 

Berlin – Die Vertreter der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) setzten auf ihrer Versammlung unlängst in Berlin ein klares Statement: Sie wollen raus aus der Endlosschleife der Corona-Maßnahmen, wie die Ärztezeitung berichtet.

Vorstand der KBV fordert: Ohne Impfpflicht, nur eine Alternative

„Wenn eine Impfpflicht nicht gewollt ist – und ich will sie auch nicht –, dann gibt es politisch nur eine Alternative: Die Aufhebung aller staatlich veranlassten Restriktionen“, sagte der stellvertretende Vorstandschef des Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister.

Die Crux laut Hofmeister: Solange nicht alle Bürger gegen das Coronavirus geimpft werden konnten, seien die „Einschnitte für alle“ gut zu begründen gewesen. „Jetzt nicht mehr.“ Mittlerweile hat jede oder jeder Deutsche die Möglichkeit, sich mit einem zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Daher liege es nicht mehr in der Verantwortung des Staates, sondern „in der individuellen Verantwortung jedes und jeder Einzelnen.“ Ein Ende der Corona-Maßnahmen stellte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bereits in Aussicht.*

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Vorstand der KBV fordert: Null-Covid funktioniere nirgendwo

Auch der Chef der Kassenärztliche Bundesvereinigung Dr. Andreas Gassen wünscht sich mehr Rationalität in der Corona-Debatte. „Nach anderthalb Jahren im Krisenmodus brauchen wir endlich eine rationale Diskussion.“ Man müsse sich an Fakten orientieren, denn mittlerweile wisse man, dass eine „Null-Covid-Strategie“ nirgendwo funktioniere.

Gassen plädierte außerdem darauf, sich auf ungeimpfte Erwachsene zu konzentrieren, die grundsätzlich impfwillig seien. Dadurch lasse sich eine möglichst breite Grundimmunisierung erreichen. Eine Herdenimmunität erklärten Forscher bereits für unmöglich.

Vorstand der KBV fordert:Klare Impfquote

Die Vorsitzende der Vertreterversammlung Dr. Petra Reis-Berkowicz geht noch weiter: Sie fordert, dass die Politik eine klare Impfquote nennen soll, ab der die Corona-Maßnahmen beendet werden. Das könnte Impfunwillige überzeugen. Weiterhin gibt sie zu bedenken, dass „manche schlichtweg Angst haben oder sie sehen keine Notwendigkeit, sich impfen zu lassen.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare