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Wandern: Diese Regeln sollten Sie in den Bergen beachten

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Von: Kristina Wagenlehner

Die Beliebtheit von Bergwandern steigt. Damit alle Wanderfreunde im Gebirge eine schöne Zeit haben, sollten Sie einige Regeln beachten. 

München – Eifel, Harz oder Alpen. Obwohl auch auf den Hütten und in den Seilbahnen die Corona-Abstandsregeln gelten, zieht es immer mehr Menschen ins Gebirge. Damit Sie, die anderen Wanderfreunde, Pflanzen und Tiere keinen Schaden nehmen, sollte an einige Regeln gedacht werden.

Wandern in den Bergen: Auf den Wegen bleiben

Wanderer, Mountainbiker, Trailrunner – auf Wanderwegen tummeln sich so einige Sportler. Während Fahrradfahrer auf den Wanderwegen bleiben müssen, könnten in Deutsch­land, Österreich und der Schweiz Fußgänger auch abseits der Wege gehen. „Alle Teile der freien Natur, insbesondere Wald, Berg­weide, Fels, Ödungen (...) können von jedermann unentgeltlich betreten werden“, heißt es beispielsweise im Bayerischen Naturschutzgesetz.

„Bleiben Sie auf den Wegen“ und ähnliches, appellieren jedoch zahlreiche Schilder am Wanderwegesrand. Die örtlichen Regeln und Vorgaben in Natur­schutz­gebieten haben der grundsätzlichen Bewegungsfreiheit gegenüber Vorrang. Auf den Wegen zu bleiben, ist oft besser für die Natur. „Das ist naturschonender. Durch neue Trampelpfade erodieren die Böden schneller.“ Neue Wege auf Fels, Geröll oder Gletscher alpiner Hoch­lagen hingegen schaden dem Boden nicht, sagt Thomas Bucher, Presse­sprecher des Deutschen Alpen­ver­eins (DAV) gegenüber Stiftung Warentest. Außerdem ist dort die Zeckengefahr geringer als im hohen Gras abseits der Wege.

Wandern in den Bergen: Pflanzen nur angucken

Wer eine der folgenden geschützten Pflanzen findet, sollte sie stehen lassen:

Diese und viele weitere Pflanzen, die im Gebirge wachsen, sind geschützt. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, diese zu pflü­cken oder zu beschädigen. Was Sie im Gebirge finden, können Sie angucken, aber lassen Sie die Pflanzen an Ort und Stelle. Das ist besser für die Gebirgsflora und -fauna. Außerdem freut sich der nächste Wanderfreund über den hübschen Anblick.

Wandern in den Bergen: Leinenzwang für Hunde?

Für Hunde besteht in den Alpen oder den Mittelgebirgen grundsätzlich keine Leinenpflicht. Ausnahmen sind einige Naturschutzgebiete. Allerdings muss der Vierbeiner seinem Frauchen und/oder Herrchen folgen und darf Wildtiere nicht stören. Manche Menschen haben zudem Angst vor Hunden. Überlegen Sie sich daher, ob Sie Ihren Hund aus Rücksichtnahme auf andere auf belebten Wegen anleinen. Wenn Sie mit Ihrem Hund Landes­grenze inner­halb der Europäischen Union übertreten, müssen Sie den EU-Heimtier­ausweis mit Impf­nach­weis gegen Toll­wut mitführen.

Wandern in den Bergen: Wild zelten in Deutschland verboten

Außer­halb von Camping­plätzen ist Zelten in Deutsch­land, Österreich, Italien und der Schweiz verboten. Vorsätzliches Wildzelten kann, laut Bayerischem Forst­ministerium, im Wald bis zu 1.000 Euro kosten. In den österreichischen Bundesländern Salzburg und Vorarlberg ist es jedoch anders. Das Camping­platz­gesetz ermöglicht hier das Wild­zelten, sofern die Gemeinde kein Verbot ausgesprochen hat.

In deutschen Mittel­gebirgen wie der Eifel ist Zelten auf sogenannten Trekkingplätzen erlaubt. Nur zu Fuß erreichbar und spartanisch ausgebaut können Wanderer dort ihr Zelt aufschlagen. Eine Reservierung im Voraus ist aber Pflicht.

Wandern in den Bergen: Bergrettung

Was tun, wenn doch etwas passiert? „Das Klischee schlecht vorbereiteter und sich über­schätzender Gipfel­stürmer kommt seltener vor als angenommen“, sagt der Presse­sprecher der Berg­wacht Bayern, Roland Ampen­berger gegenüber Stiftung Warentest. Nicht nur Wanderanfänger auch Geübte verunglücken im Gebirge. Muss die Bergwacht gegebenenfalls mit Hubschraubern ausrücken, kann das teuer werden. Dagegen schützen Versicherungen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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