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Weiße Zähne: Kann Bleaching dem Zahnschmelz schaden?

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine junge Frau mit weißen Zähnen lächelt in die Kamera (Symbolbild)
Bleaching verspricht ästhetisch-weiße Zähne. Doch nicht alle Zähne vertragen die Behandlung gleichermaßen (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Bleaching-Behandlungen sollen die Zähne aufhellen. Professionell durchgeführt sind sie für den Zahnschmelz laut Experten unbedenklich. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Berlin – Strahlend-weiße Zähne wünscht sich wohl jeder. Die Zahnfarbe ist aber von der Struktur der Zähne und ihrer Umgebung abhängig und entsprechend von Mensch zu Mensch verschieden. Sie ergibt sich aus der Schichtdicke der Zahnhartsubstanz, dem dunkleren Dentin im Inneren und der äußeren, hellen Schicht. Sogenanntes Bleaching verspricht eine Aufhellung der Zähne und soll Verfärbungen beseitigen. Was es dabei zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Weiße Zähne: Wie funktioniert Bleaching?

Meist erfolgt ein Bleaching durch das Bleichmittel Wasserstoffperoxyd beziehungsweise daraus bestehende Trockensubstanzen. Sie wirken oxidierend auf die Farbstoffe im Zahn und sorgen so für eine Aufhellung. Aufgetragen werden die Bleichmittel mithilfe einer Schiene, die immer wieder für eine bestimmte Zeit getragen wird. In der Regel dauert dieser Prozess vier bis sechs Wochen. Der Zahnarzt hat aber auch die Möglichkeit, in der Praxis mit hochkonzentriertem Bleichmittel zu bleachen. Dabei wird das Zahnfleisch mit einer Gummimanschette geschützt, das Bleichmittel aufgetragen und nach einer bestimmten Einwirkzeit wieder gründlich entfernt. Bei dieser Methode kann der Arzt das Ergebnis sofort kontrollieren und bei Bedarf die Behandlung nach einigen Tagen wiederholen. Wie groß der Aufhellungseffekt ist, ist von der natürlichen Farbe und Beschaffenheit der Zähne abhängig.

Weiße Zähne: Kann Bleaching den Zähnen schaden?

Bei richtiger Anwendung schadet Bleaching dem Zahnschmelz nicht. Das Ergebnis hält allerdings (egal mit welcher Methode) nur wenige Jahre an und muss dann wiederholt werden. Durch die Behandlung können die Zähne außerdem eine Überempfindlichkeit entwickeln. Zudem können nach Angaben der Bundeszahnärztekammer die Zahnhartsubstanz weicher werden und Schleimhautirritationen auftreten, weshalb das Zahnfleisch immer gut geschützt werden sollte und Präparaten mit über 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid nur vom Zahnarzt angewendet werden dürfen. Gegen die Überempfindlichkeit hilft meist eine Fluoridierung. Um die Zähne nicht zu strapazieren, sollte das Bleaching laut Experten nicht mehr als einmal im Jahr durchgeführt werden.

Weiße Zähne: Wann Sie auf Bleaching verzichten sollten

Es gibt allerdings Ausnahmen, in denen die Zähne besser nicht gebleached werden sollten. Das gilt für Patienten, die:

Patienten sollten auch beachten, dass sich die Zahnfarbe im Laufe des Lebens durch natürliche Abnutzung der Zähne verändert. Das dunklere Dentin kommt dabei immer mehr zum Vorschein. Auch bestimmte Medikamente oder eine hohe Fluoridzufuhr färben die Zähne – und zwar von innen heraus. Wer Zahnfüllungen oder Zahnersatz hat, sollte bedenken, dass sich das künstliche Material nicht mitfärbt und nach dem Bleaching unter Umständen mehr auffällt.

Weiße Zähne: Was taugen freiverkäufliche Mittel?

Laut EU-Kosmetik-Verordnung dürfen freiverkäufliche Bleaching-Mittel höchstens 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten. Eine Konzentration, die so gering ist, dass dadurch kein sichtbarer Aufhellungseffekt zu erwarten ist. Auch Weißmacherzahnpasta mit überdurchschnittlich vielen Putzkörpern kann nur äußere Verfärbungen, etwa durch bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel wie Kaffee, beseitigen. In Verbindung mit säurehaltigen Lebensmitteln können sie der Zahnhartsubstanzoberfläche sogar schaden.

Was jedoch nicht schaden kann: auf eine gründliche Zahnhygiene und Mundgesundheit achten, die Zähne regelmäßig putzen und immer Zahnseide benutzen. Auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Kaffee oder Rotwein kann helfen,* die Verfärbung der Zähne auf ein MInimum zu beschränken.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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