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Öko-Test prüft Zahnpasta: Diese Produkte sollten Sie besser nicht kaufen

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Von: Jasmina Deshmeh

Zahncreme ist unser täglicher Begleiter, umso wichtiger ist es, dass sie frei von kritischen Inhaltsstoffen ist. Leider ist das nicht immer der Fall, wie eine aktuelle Öko-Test-Untersuchung zeigt.

Frankfurt am Main – Zahnpasta nutzen wir jeden Tag. Sie soll helfen, die Zähne zu reinigen und vor Karies zu schützen. Natürlich geht das nur mit regelmäßigem und motiviertem Zähneputzen. Ein Wirkstoff ist dabei besonders wichtig: Fluorid. Er wirkt antibakteriell und remineralisiert den Zahnschmelz. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 60 fluoridhaltige Zahnpasten geprüft. Viele sind empfehlenswert, 13 fallen allerdings mit „ungenügend“ oder schlechter durch. Der Grund: reizende Problemstoffe, die man lieber nicht im Mund haben möchte.

Zahnpasta im Öko-Test: So sind die Tester vorgegangen

Für die Untersuchung haben die Tester 60 Universalzahncremes eingekauft, unter ihnen auch 14 zertifizierte Naturkosmetik-Produkte. Auch drei Zahnputz-Tabletten wurden untersucht. Im Labor prüften Experten die Produkte auf halogenorganische Verbindungen, die Allergien auslösen und sich in der Umwelt anreichern können. Außerdem suchten die Tester nach chlorierten Verbindungen in den Verpackungen, Parabenen und anderen kritischen Konservierungsstoffen, dem hautreizenden Tensid Natriumlaurylsulfat, PEG-Verbindungen und synthetischen Polymeren.

Zahnpasta im Öko-Test: Fast alle Zahncremes enthalten genug Fluorid

Positiv: Fast alle Test-Produkte enthalten die von zahnärztlichen Fachgesellschaften empfohlene Menge Fluorid für bleibende Zähne, nämlich zwischen 1.000 und 1.500 ppm („parts per million“/Milligramm pro Kilogramm). Nur eine Zahnpasta ist mit 500 ppm nach Einschätzung der Verbraucherschützer zu gering dosiert: Die Hydrophil Zahncreme Pure Mint mit Fluorid. Weniger erfreulich sind dagegen die Ergebnisse weiterer Untersuchungen. Denn einige der 60 Zahncremes enthalten Problemstoffe und fallen damit im Test durch. Die Auswahl ist für Verbraucher trotzdem groß: immerhin 38 Zahncremes schneiden mit Bestnote ab.*

Zahnpasta im Öko-Test: Aggressives Tensid und flüssiges Plastik in Zahnpasten

Die Tester kritisieren vor allem folgende nachgewiesene Inhaltsstoffe in den Zahncremes:

Zahnpasta im Öko-Test: Sind Titandioxid und Aluminium ein Problem in Zahncremes?  

Auch Aluminium und Titandioxid konnten die Verbraucherschützer nachweisen. Aluminium steckt häufig als Alumina in Zahnpasta und hilft, Schmutz von den Zähnen zu schmirgeln. Titandioxid kommt als weißer Farbstoff zum Einsatz (deklariert als CI 77891). Beide Stoffe sind nicht unbedenklich und können in bestimmten Fällen gesundheitsschädigend sein. So steht Titandioxid im Verdacht, krebserregend zu wirken, allerdings nur, wenn es als Nanomaterial über Staub eingeatmet wird. Aluminium kann, in größeren Mengen und über längere Zeit aufgenommen, das Gehirn schädigen. Vor allem in Weißmacher-Zahncreme ist es häufig in höherer Dosierung enthalten, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Stellungnahme von 2019. Die in dieser Untersuchung eingesetzten Dosen und Formen stufen die Tester aber als unproblematisch ein.

Zahnpasta im Öko-Test: Die Testverlierer

Folgende Zahnpasten sollten Verbraucher besser nicht kaufen:

Außerdem nahmen die Tester drei Zahnputztabletten als mögliche Zahnpasta-Alternative genauer unter die Lupe. Sie werden zerkaut und anschließend, wie eine Zahnpasta, mit der Zahnbürste zum Zähneputzen genutzt. Zahnputztabletten überzeugen vor allem in puncto Umweltschutz, da sie ohne Plastik auskommen und in kompostierbaren Verpackungen angeboten werden. In Bezug auf den Reinigungseffekt konnten die drei Test-Produkte allerdings weniger überzeugen:

Zahnpasta im Öko-Test: Tipps für gesundes Zähneputzen

Für rund um gesunde Zähne sollten Verbraucher bei der Wahl der Zahnpasta einiges beachten:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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