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Zyklus-Apps: Mit digitalen Helfern die Menstruation im Blick behalten

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Von: Christine Pander

Eine Frau mit langem Haar sitzt in einer Stadt und recherchiert in ihrem Smartphone (Symbolbild).
In welcher Zyklus-Phase bin ich? Apps helfen, den Überblick zu bewahren (Symbolbild) © Heiko Becker/Imago

Perioden-Apps können Infos über Menstruationstage oder Verhütungsmethoden an einem Ort speichern. Aber wie zuverlässig sind sie, und was wird da getrackt?

Berlin – Den eigenen Zyklus genau im Blick zu haben ist nicht nur praktisch – die Daten können auch Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand der Frauen geben. „Über den eigenen Zyklus Bescheid zu wissen, kann für Frauen aus verschiedenen Gründen interessant sein“, sagt Gynäkologin und Chefärztin Mandy Mangler. Manche wollen wissen, wann sie fruchtbar sind, andere haben damit die Tage Ihrer Blutung im Blick.

Zyklus-Apps: Geeignet, um „die Tage“ besser zu planen

Das Interesse ist groß, daher gibt es inzwischen auch viele Anbieter von Zyklus-Apps. Bei den meisten handelt es sich um einfache Kalender, in denen Informationen nicht nur über Menstruationstage erfasst werden können, sondern auch zur Stärke der Blutung, zu Stimmungsveränderungen, Schlafdauer, Libido oder dem persönlichen Energielevel. Einige Apps berechnen anhand der Daten auch Prognosen für zukünftige Zyklen.

„Bei der Wahl einer Zyklus-App kommt es vor allem darauf an, welche Funktion sie für die Nutzerin erfüllen soll“, sagt Christian Maas, Informatiker und Zyklus-App-Entwickler aus Tübingen. Manche wollen etwa absehen können, wann die nächste Periode kommen wird, um zum Beispiel zu wissen, ob sie mit einer Reise zusammenfällt. Sportlerinnen wiederum können mit dem Wissen ihre Trainings entsprechend anpassen. Andere ergreifen vorbeugende Maßnahmen gegen Regelschmerzen. Welche natürlichen Mittel aus dem Garten gegen eine unregelmäißgen Menstruation helfen können, lesen Sie hier.*

Zyklus-Apps: Das sollte bei der Nutzung beachten werden

„Für uns Gynäkologinnen ist es wichtig, uns den Zyklus einer Patientin anzuschauen und abzulesen, ob er regelmäßig ist oder ob es vielleicht etwas gibt, das auffällt, um keine potenzielle Erkrankung zu übersehen“, sagt Mangler, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin. Denn ein regelmäßiger Zyklus ist meist Hinweis auf einen stabilen Hormonhaushalt.

In Bezug auf den Datenschutz der sensiblen Infos sollten Nutzerinnen folgendes beachten:

Wer erst mal den eigenen Körper und Zyklus kennenlernen möchte, ist mit einer einfachen Zyklus-App gut bedient. Davon gibt es auf dem Markt viele. Die Funktion zur Berechnung zukünftiger Zyklen auch bei einfacher Software ist jedoch oft ein Problem: „Die meisten einfacheren Perioden-Apps nutzen zur Berechnung von zukünftigen Zyklen ein ‚Periode-plus-28-Tage-Modell‘“, sagt Informatiker Maas. Bei den meisten Frauen sind die Zyklen aber nicht genau 28 Tage lang.

„Aus medizinischer Sicht gelten Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen als normal und regelmäßig“, sagt Frauenärztin Mangler. Deswegen seien Menstruationskalender empfehlenswert, wenn sie in die Prognose der nächsten Zyklen die natürlichen Zyklus-Schwankungen mit einrechneten. Solche etwas komplexeren Apps nutzen zur Bestimmung von kommenden Zyklen maschinelle Lernalgorithmen. (Mit Material der dpa). *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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