Sie wollen Kraulen lernen? Schwimmtrainer gibt Tipps für den Einstieg

Ein Schwimmtrainer demonstriert, wie Sie beim Kraulen Atmung, Beinarbeit und Rotation problemlos meistern. Nach einer Registrierung können Sie das Video sehen.
Kraulschwimmen gilt als der effizienteste Schwimmstil: Kraftvoll, rhythmisch und elegant gleiten geübte Schwimmer scheinbar mühelos durchs Wasser. Doch besonders für Anfänger wirkt die Koordination von Atmung, Beinarbeit und Körperrotation oft wie eine unüberwindbare Hürde. Alexey Amosov, Schwimmtrainer und Junioren-Europameister im Schwimmen verrät, wie man diese Herausforderungen meistert und typische Fehler vermeidet. Ergänzend dazu zeigt eine detaillierte Videoanleitung Schritt für Schritt, wie Sie die Technik erlernen und sicher im Wasser anwenden.
Herausforderung 1: Die Atmung
„Die Atmung ist beim Kraulen das, was den meisten Anfängern die größten Schwierigkeiten bereitet“, erklärt der Amosov. Anders als beim Brustschwimmen erfolgt die Einatmung nicht durch das Anheben des Kopfes, sondern durch eine seitliche Drehung. Das ungewohnte Bewegungsmuster führt häufig zu Fehlern: Viele heben den Kopf zu stark an, was den Nacken überstreckt, das Becken absinken lässt und die Wasserlage stört.
Tipp des Trainers: „Zu Beginn kann es helfen, sich beim Atmen vollständig auf den Rücken zu drehen. So fällt die Einatmung leichter, und man kann sich an das seitliche Drehen gewöhnen.“
Ein weiteres Problem: Wasser, das in die Nase eindringt. „Das passiert oft, weil die Ausatmung nicht kontrolliert durch die Nase erfolgt“, so der Schwimmer. Hier hilft es, bewusst durch die Nase auszuatmen, während der Kopf gedreht wird.
Welche Muskeln Sie bei den unterschiedlichen Schwimmstilen trainieren, lesen Sie hier.

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Alexandra Grauvogl ist Ex-Skirennfahrerin und WM-Medaillengewinnerin, Fitnesstrainerin und Redakteurin. Sie teilt im kostenlosen Newsletter „Einfach fit!“ ihre Erfahrungen und Tipps für Training und mentale Stärke. Es erwarten Sie studienbasiertes Wissen, Experten-Rat von Medizinern und Inspirationen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Gesundheit, die Sie im Alltag umsetzen können. Versendet wird der Newsletter von unserem Partner 24vita.de.
Herausforderung 2: Die Beinarbeit
Effiziente Beinarbeit ist für das Kraulen essenziell, doch viele Anfänger kämpfen mit einer negativen Beinschwimmlage. „Oft sind die Fußgelenke zu steif, oder es fehlt an Vertrauen ins Wasser. Das führt zu hektischem Beinschlag, der viel Energie kostet, aber kaum Vortrieb bringt“, erklärt Amosov.
Tipp des Trainers: „Falls die Beinarbeit nicht funktioniert, können kurze Schwimmflossen helfen. Sie verbessern den Vortrieb und fördern die Mobilität der Fußgelenke.“
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Beine sollten locker bleiben. „Verspannte Beine oder Kniebewegungen sind beim Kraulen kontraproduktiv. Der Beinschlag muss aus der Hüfte kommen und rhythmisch sein.“
Der Schwimmtrainer
Alexey Amosov ist seit über 22 Jahren im Schwimmsport aktiv, davon 16 Jahre als Profischwimmer. Seit 6 Jahren gibt er seine Expertise als Trainer weiter und leitet die Schwimmschule Swim Joker. Dort bietet er Kurse für Kinder und Erwachsene an, mit dem Ziel, Menschen nicht nur das Schwimmen beizubringen, sondern sie dafür zu begeistern. Weitere Einblicke gibt es auf seinem YouTube-Kanal mit zahlreichen Videos.

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Herausforderung 3: Die Körperrotation
„Die Körperrotation ist ein zentrales Element beim Kraulen“, betont der Schwimmer. Sie sorgt nicht nur für eine bessere Wasserlage, sondern entlastet auch die Muskulatur in Nacken und Schultern. Doch genau hier liegt oft das Problem: Anfänger bleiben zu flach im Wasser, was die Armführung erschwert und zu Verspannungen führt. „Ohne Rotation wird das Kraulen schnell anstrengend und ineffizient“, erklärt Amosov.
Tipp des Trainers: „Achten Sie darauf, sich bei jedem Armzug rhythmisch von einer Seite auf die andere zu drehen. Die Rotation hilft nicht nur der Wasserlage, sondern unterstützt auch die Atmung.“