Vor der Entstehung: Die Relevanz der Darmkrebsvorsorge
Die Potenziale neuer Heilmethoden steigen ständig – trotzdem ist es zwingend notwendig, Präventionsuntersuchungen zu nutzen.
Geplante Arztbesuche erfordern ein gewisses organisatorisches Geschick, diese in den Alltag neben Privat- und Berufsleben unterzubringen. Für die eigene Gesundheit ist es allerdings sinnvoll, Zeit für diese wichtigen Termine einzuplanen. Dadurch können Erkrankungen viel früher erkannt werden – das erhöht die Chancen auf eine Genesung. Beispielsweise bei Darmkrebs. „Darmkrebs ist besser behandelbar, je früher er entdeckt wird“, sagt Professor Dr. Christoph Roderburg, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), in einer Pressemitteilung der Uniklinik Düsseldorf.
Darmkrebsvorsorge: Mit Glück wird noch die Vorstufe von Krebs erkannt

Die Krankenkassen übernehmen verschiedene Vorsorgebehandlungen. Mittel zur Wahl sind bei der Darmkrebsfrüherkennung beispielsweise der Stuhltest oder die Darmspiegelung, informiert Krebsgesellschaft.de.
| Untersuchung | Geschlecht, Alter | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Stuhltest | Frauen, 50 bis 54 Jahre | jährlich |
| Stuhltest | Männer, 50 bis 54 Jahre, wenn sie sich gegen die Darmspiegelung entschieden haben | jährlich |
| Darmspiegelung | Frauen, ab 55 Jahren | 2, mit Abstand von zehn Jahren |
| Darmspiegelung | Männer, ab 50 Jahren | 2, mit Abstand von zehn Jahren |
Bei einer Darmspiegelung können Veränderungen schon früh erkannt werden: „Außerdem können wir Krebs verhindern, indem wir im Rahmen einer Darmspiegelung Polypen – eine Vorstufe des Darmkrebses – entfernen“, erläutert Roderburg weiterhin. Werden Vorstufen oder frühe Krebsformen entdeckt, sind diese leichter zu behandeln. „Frühe Krebsformen und Krebs-Vorstufen können also häufig durch einen endoskopischen Eingriff geheilt werden, der ohne Vollnarkose auskommt und in einem ´Dämmerschlaf´ wie bei der normalen Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt wird“, sagt Dr. Jennis Kandler, Leiter der Interventionellen Endoskopie und Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf.
Steht bei Ihnen eine Darmspiegelung im Raum, ist es ratsam, dass Sie sich darauf vorbereiten. Wie die Untersuchung ablaufen wird.
Darmkrebs kann auch bei jungen Menschen auftauchen – folgende drei Symptome können Warnzeichen sein.
Wie gefährlich ist Darmkrebs?
Bei Frauen ist Darmkrebs derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung, bei Männern ist es die dritthäufigste, informiert das Bundesgesundheitsministerium. Die Erkrankung entstehe fast immer aus „zunächst gutartigen Vorstufen, den Darmpolypen“, so das Ministerium. Wer eine chronisch entzündliche Darmerkrankung hat oder in der Familie Darmerkrankungen vorhanden sind, hat ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.