Antriebslos und erschöpft? Wann Sie kurz vorm Burnout stehen
Sie sind gereizt, antriebslos und konzentrationsschwach? Das können erste Anzeichen eines Burnouts sein. Welche Anzeichen es noch gibt und was Sie tun können.
Ständige Erreichbarkeit, Stress im Job und im Privatleben und der Wunsch, alles bestmöglich unter einen Hut zu bekommen – das kann anstrengend sein. Dadurch können sich Menschen erschöpft und ausgebrannt fühlen, auch ein Burnout ist möglich. Welche körperlichen und seelischen Anzeichen es dafür gibt.
61 Prozent der Arbeitnehmer denken, sie sind Burnout-gefährdet

Eine Studie der Krankenkasse Pronova BKK zeigt, dass sich rund 61 Prozent der befragten Arbeitnehmer als „gefährdet“ einschätzen, an einem Burnout zu erkranken. Weitere 21 Prozent sagen, dass die Gefahr sogar hoch sei. Wer starke körperliche oder seelische Erschöpfung verspüre, angespannt oder nervös sei, könne Anzeichen zeigen. Oder wenn man „ständige Diskrepanz zwischen den Anforderungen und Ihren tatsächlichen Möglichkeiten“ verspüre, könne dies in einem Burnout-Syndrom münden, informiert Oberbergkliniken.de. Es müsse jedoch zwischen kurzfristiger Erschöpfung und Burnout unterschieden werden. „Erst wenn dieser Zustand mindestens sechs Monate anhält und weder ein Ende abzusehen ist noch die kurzen Erholungsphasen zu einer Regeneration führen, kann man von einem Burnout-Syndrom sprechen“, so die Klinik.
Wegen eines Burnouts können Sie auch krankgeschrieben werden. Wie lange dies der Fall ist, lässt sich allerdings pauschal nicht sagen, da jede Erkrankung individuell ist. Wie bei den meisten anderen Erkrankungen auch, erfährt der Chef nicht, weshalb Sie krankgeschrieben wurden.
Burnout: Diese Symptome sprechen dafür
Das Burnout-Syndrom und Depressionen sind leicht zu verwechseln, da sich einige Anzeichen ähneln. Wichtig ist jedoch, dass es sich um unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, die individuell therapiert werden müssen, informiert Oberbergkliniken.de. Folgende Symptome können bei einem Burnout auftreten:
- Antriebslosigkeit
- Erschöpfung
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Leistungsabfall
- Innere Leere
- Sinnlosigkeit
- Schlaflosigkeit
- Gereiztheit
- Überforderung
- Entscheidungsunfähigkeit
- Verlust an Empathie
- Zynismus
Aber auch körperliche Symptome können ein Anzeichen für Burnout sein:
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Schwindel
- Herz-Kreislauf-Probleme
- Verspannungen (beispielsweise Nackenschmerzen)
- Zähneknirschen (unter anderem Verhärtung der Kiefermuskulatur)
- Rückenschmerzen
- Erhöhte Erkältungsneigung
- Störung des Zyklus und verstärkte Periodenschmerzen
Einige Eigenschaften eines Menschen können die Burnout-Gefahr begünstigen, darunter ist zum Beispiel Hilfsbereitschaft.
Stress reduzieren und Burnout verhindern
Schaffen Sie Platz für Erholung und tun Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes. NDR.de berichtet, dass sich die Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten ähneln. Dennoch sollten Sie zur genauen Abklärung Ihren Hausarzt aufsuchen. Verspüren Sie nur leichte Symptome, können Sie versuchen folgende Entlastungen im Alltag zu schaffen:
- Ausgleiche durch Spaziergänge in der Natur oder Verabredungen mit Freunden
- Entspannungstechniken wie beispielsweise autogenes Training, Yoga oder verschiedene Atemübungen
- Ausreichend Schlaf
- Ablenkungen schaffen (z.B. Puzzeln)
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.