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Atemwege schützen: Warum Sie jetzt schnellstmöglich mit dem Rauchen aufhören sollten

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Von: Laura Knops

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Raucher haben ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe. Das gilt auch für ehemalige Raucher. Warum sich das Aufhören in jedem Fall lohnt. 

Immenhausen – Raucher scheinen häufiger an schweren und tödlichen Covid-19-Verläufen zu erkranken als Nicht-Raucher. Studien deuten zudem darauf hin, dass das auch für ehemalige Raucher gilt, die lange Zeit viel geraucht haben und inzwischen Nichtraucher. Um das Risiko zu senken raten Mediziner sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu, schnellstmöglich mit dem Qualmen aufzuhören. Egal wie lange man schon raucht sollte man die Pandemie nutzen sich von Zigaretten loszusagen.

Corona: Warum Sie schnellstmöglich mit dem Rauchen aufhören sollten

Denn Rauchen schädigt zum Beispiels die Flimmerhärchen. „Die sind quasi die Müllabfuhr der Lunge. Sie führen Schleim und Bakterienreste nach oben, sodass sie abgehustet werden können“, erklärt  Internist und Pneumologe Prof. Stefan Andreas. Mit Blick auf einen möglichen Befall der Lunge mit dem Coronavirus ist das eine wichtige Funktion. Raucht man nicht mehr, erholen sich die Flimmerhärchen ziemlich rasch.

„Ein Rauchverzicht senkt das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung relativ schnell“, sagt Stefan Andreas. Es werde zwar nicht nach einem Tag besser, aber Tag für Tag. „Man sollte auf keinen Fall weiterrauchen, weil man sich sagt: Es ist ja sowieso zu spät aufzuhören!“

Corona: Rauchen schädigt die gesamte Lunge

Generell gilt: Der Zigarettenrauch sorgt für Entzündungen in den Atemwegen. Viren und Bakterien können sich dort eher festsetzen. „Es gibt nichts in der Lunge, dass durch Rauchen nicht geschädigt wird“, sagt Stefan Andreas, Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen in Hessen, der auch Beiratsmitglied der Deutschen Lungenstiftung ist.

Auch E-Zigaretten sind nicht gut. Denn anders als viele glauben, erhöht auch der Konsum von E-Zigaretten das Risiko für schwere Verläufe bei Covid-19.

Corona: Ehemalige Raucher haben erhöhtes Risiko

Desto länger und mehr man geraucht hat, desto mehr - auch bleibende - Schäden richtet man in seinem Körper an. Deshalb haben ehemalige Raucherinnen und Raucher ebenso ein erhöhtes Risiko, dass eine Coronavirus-Infektion bei ihnen schwer verläuft. Zwar geht es den Flimmerhärchen zum Beispiel rasch besser und das Risiko sinkt dadurch etwas - doch es bleibt im Vergleich zu Menschen, die niemals geraucht haben, weiterhin erhöht.

In Zahlen ausgedrückt sei es auch bei ehemaligen Langzeitrauchern mit 30 Packungsjahren (also zum Beispiel 30 Jahre eine Packung am Tag oder 15 Jahre zwei Packungen am Tag) um etwa 30 Prozent höher als bei Menschen, die niemals geraucht haben, sagt Prof. Andreas. Faktoren wie das Alter - ehemalige langjährige Raucher sind oft schon recht alt - oder Vorerkrankungen seien dabei noch gar nicht eingerechnet.

Corona: Raucher sollten sich besonders schützen

Gerade weil ihr Risiko für einen schweren Verlauf erhöht ist, sollten aktuelle und ehemalige Raucherinnen und Raucher sich besonders gut vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen*, berichtet Merkur.de. Das heißt: Die empfohlenen Hygieneregeln rund um Abstand, Händewaschen und Masketragen einhalten - und wenn möglich sollten Raucher die Zigaretten für immer zur Seite legen. (Mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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