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Allergien bei Haustieren: Auch Tiere sind häufig von allergischen Reaktionen betroffen

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Von: Laura Knops

Ein Hund sitzt auf einem Bett (Symbolbild).

Immer mehr Haustiere leiden unter einer Allergie (Symbolbild). © imago images / Westend61

Leiden Hunde oder Katzen unter starkem Juckreiz, kann eine allergische Reaktion dahinterstecken. Welche Symptome für eine Allergie bei Haustieren sprechen und was Besitzer tun können.

Mönchengladbach – Starker Juckreiz, ständiges Kratzen, Beißen und Lecken können bei Haustieren auf eine Allergie hindeuten. Denn nicht nur Menschen leiden häufig unter allergischen Reaktionen, auch Hunde und Katzen können gegen Stoffe aus der Umwelt oder in Nahrungsmittel allergisch sein. Welche Auslöser für die allergischen Beschwerden bei Tieren verantwortlich sind und wie Sie Ihrem Haustier helfen können.

Allergien bei Haustieren: Auch Tiere können von allergischen Reaktionen betroffen sein

Allergische Reaktionen bei Tieren sind keine Seltenheit. Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) leiden rund zehn Prozent der Haustiere in Deutschland an einer Allergie. Ähnlich wie beim Menschen werden Allergien zudem auch bei Haustieren immer häufiger. Wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass Hunde und Katzen einen Großteil der Zeit mit ihren Besitzern in derselben Umgebung verbringen und ihre Nahrung aus der gleichen Nahrungsmittelkette beziehen. (Allergien im Faktencheck: Wir klären 11 Irrtümer über Allergien auf)

Allergien bei Haustieren: Ähnliche allergische Symptome

Obwohl allergische Reaktionen von Tier zu Tier anders ausfallen können, gibt es auch bei Hunden und Katzen typische Anzeichen für eine Allergie. Niesen, Schnupfen und tränende Augen sind zwar eher selten, dafür leiden Haustiere jedoch häufig unter einem starken Juckreiz.

Umweltallergene können bei Hunden und Katzen zudem eine sogenannte allergisch bedingte atopische Dermatitis hervorrufen. Diese äußert sich durch Quaddeln, Papeln und Hautrötungen, welche oft an weniger behaarten Körperregionen wie Ohren, Lefzen und Pfoten auftreten.

Typische Anzeichen für eine Allergie sind darüber hinaus vermehrtes Schwitzen, veränderter Hautgeruch, Schuppenbildung und zu trockene oder fettige Haut. Auch Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall sind nicht selten. (Tierhaarallergien: Können Meerschweinchen allergische Reaktionen auslösen?)

Allergien bei Haustieren: Allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben, Flohspeichel und Nahrungsbestandteile

Über die Nahrung, Atemluft oder die Haut gelangen eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt in den Körper der Tiere. So können ähnlich wie beim Menschen Hausstaub- und Vorratsmilben, aber auch Schimmelpilze und Pollen allergische Reaktionen bei Tieren auslösen. Häufig sind zudem Nahrungsbestandteile für die Entwicklung einer Allergie verantwortlich. Dabei reagieren Hunde und Katzen auf bestimmte Proteine im Futter allergisch.

Ebenso wie beim Menschen gehören daher folgende Lebensmittel zu den häufigsten Nahrungsmittelallergenen bei Tieren:

Während vor allem Hunde unter einer Nahrungsmittelallergie leiden, reagieren Katzen häufiger auf Flohbisse oder Mücken. Häufig tritt eine solche allergische Reaktion in Kombination mit einer Umwelt- oder Nahrungsmittelallergie auf oder verschlimmert diese. (Allergisch auf Schweinefleisch: Dahinter kann eine Katzenhaarallergie stecken)

Allergien bei Haustieren: So helfen Sie Ihrem Tier

Mithilfe eines Allergietests kann der Tierarzt eine Allergie bei Hunden und Katzen diagnostizieren. Untersuchungen der Haut und des Bluts geben dabei Auskunft, welche Allergene für die unangenehmen Beschwerden verantwortlich sind. Zudem kann der Arzt so andere Ursachen systematisch ausschließen.

Vermuten Besitzer eine Nahrungsmittelallergie, sollten sie das Tierfutter unter die Lupe nehmen. Eine Eliminationsdiät besteht in der Regel aus einem speziellen allergenarmen Futter. Bessern sich die Beschwerden durch die Futterumstellung, liegt sehr wahrscheinlich eine Nahrungsmittelallergie vor. Bei Flohallergikern hilft dagegen nur eine gute Flohbekämpfung.

Allergien bei Haustieren: So lassen sich die Beschwerden vermeiden

Eine optimale Allergietherapie setzt sich aus mehreren Behandlungsschritten zusammen und ist individuell auf die Bedürfnisse des Haustiers abgestimmt. Lassen sich die Allergene nicht aus der Umgebung der Haustiere fernhalten, kommt meist nur eine medikamentöse Behandlung infrage. Arzneimittel wie Kortison helfen, akute Beschwerden zu lindern. Langfristig ist zudem eine Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, eine Möglichkeit. Die Therapie ist jedoch langwierig, kostenintensiv und nicht immer erfolgreich.

Spezielle Medikamente, Salben und Shampoos können Symptome wie starken Juckreiz lindern und Entzündungen hemmen. Sie helfen, die natürliche Hautbarriere der Tiere zu stärken und Infektionen der Haut zu vermeiden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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