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Zu hoher Puls? So können Sie ihn schnell wieder senken

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Von: Jasmin Pospiech

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Wenn das Herz über 100 Mal in der Minute schlägt, gilt der Puls als beschleunigt. Ist er chronisch erhöht, können Sie ihn mit folgenden Tipps herunterfahren.

Frankfurt am Main – Der optimale Ruhepuls eines Erwachsenen liegt bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Bei Kindern ist er meist schneller, bei älteren Menschen hingegen etwas langsamer. Der Puls wird meist durch verschiedene Ursachen oder Situationen beschleunigt. In diesen Fällen muss das Herz, das unsere Organe mit Sauerstoff versorgt, mehr arbeiten. Das bedeutet aber auch, dass es sich mehr anstrengen muss, Blut durch den Körper zu pumpen. Das passiert etwa, wenn wir Sport treiben oder uns wegen etwas aufregen.

Hoher Puls: So können Sie ihn schnell wieder senken

Wenn es über 100 Mal pro Minute schlagen muss, gilt der Puls als beschleunigt. Passiert das allerdings ohne erkennbare Ursache, liegt ein medizinischer Grund zugrunde. Dann spricht man von Herzrasen bzw. einer sogenannten „Tachykardie“, die krankhaft ist. Herzrasen wird dann zu einem ernsthaften Problem, wenn die Pulsfrequenz dauerhaft hoch bei 160 bis 200 Schlägen pro Minute liegt. Das führt dazu, dass das Herz es nicht mehr schafft, genug Blut zu transportieren. Dadurch gelangt zu wenig Sauerstoff ins Gehirn. Mit fatalen Folgen, von Schwindel, über Ohnmachtsanfälle bis hin zum Herztod.

Ein älterer Mann checkt mit einem Messgerät seinen Blutdruck. (Symbolbild)
Ist der Puls krankhaft zu hoch, ist es ratsam, seine Ess- und Lebensgewohnheiten umzustellen. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Doch auch wenn letzteres nicht der Fall ist, schädigt ein langfristig zu hoher Puls den Herzmuskel und kann eine Herzmuskelschwäche begünstigen. In jedem Fall sollten Sie einen Arzt zurate ziehen. Dieser kann die richtige Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie beginnen. Diese kann zum Beispiel in Form von Medikamenten sein.

Hoher Puls: So senken Sie ihn auf natürliche Weise

Zudem wird er Ihnen entweder raten oder Sie darauf hinweisen, zusätzlich etwas gegen den hohen Puls zu unternehmen. Dazu gehören:

1. Ausdauersport

Leistungssportler haben generell einen niedrigeren Ruhepuls als „normale“ Erwachsene. Der Grund: Durch das regelmäßige Training senkt sich mit der Zeit automatisch der Puls, da es den Herzmuskel stärkt. Mit der Folge, dass mit einem einzelnen Herzschlag mehr Blut durch den Körper gepumpt werden kann. Das können auch Sie sich zunutze machen, wenn Ihr Puls krankhaft beschleunigt ist. Folgende Sportarten sind besonders zu empfehlen:

Achten Sie aber darauf, langsam mit dem Training zu starten. Denn wenn sie den Herzschlag zu sehr und zu schnell in die Höhe treiben, ist das auch wieder nicht gesund. Die Deutsche Herzstiftung rät, fünfmal die Woche etwa 30 Minuten lang moderat zu trainieren. Infolgedessen kann der Ruhepuls innerhalb von sechs Monaten um bis zu zehn Schläge gesenkt werden.

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2. Entspannungsübungen

Mit Meditation und achtsamen Entspannungsübungen kann ebenfalls der Puls auf natürliche Art und Weise gesenkt werden. Die Techniken helfen dabei, loszulassen und besser in sich hineinzuhorchen. Dadurch lernen Sie, wieder bewusst auf Ihre eigenen Bedürfnisse, körperlich wie psychisch, zu achten. Wenn Sie dies regelmäßig üben, wird der Puls auf Dauer ebenfalls immer ruhiger. Folgende Übungen sind am besten geeignet:

3. Gesunde Ernährung

Viel Zucker, viel Fast Food und wenig Obst und Gemüse können ebenfalls auf Dauer unsere Gesundheit schädigen. Das weiß jedes Kind. Schließlich wirkt sich eine ungesunde Ernährung negativ auf die Vitalzeichen aus und damit auf Blutdruck, Blutzucker und infolgedessen auch auf unseren Puls. Eine ausgewogene Mischkost mit viel Pflanzenkost hingegen kann dafür sorgen, dass sich unsere Blutwerte verbessern und der Puls sinkt. Besonders positiv wirken sich folgende Lebensmittel auf Blutdruck und Herzfrequenz aus:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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