Gedächtnislücken durch „Brain fog“? Welche Ursachen dahinter stecken können
Müde, vergesslich oder einfach matschig im Kopf – das könnte „Brain fog“ (dt. Gehirnnebel) sein. Was dahinter stecken kann und was Sie tun können.
Nicht mehr klar denken können, das kann ein lästiges Phänomen sein. Der Kopf fühlt sich an wie in Watte gepackt, alles läuft langsamer als sonst und es scheint gar nichts zu klappen. „Brain fog“ (dt. Gehirnnebel) kann ein Grund dafür sein. Damit gehen unterschiedliche Symptome einher, betroffen ist vor allem das limbische System. Darin werden Emotionen und Erinnerungen verarbeitet, informiert das Portal Brain-Effect.
Gehirnnebel: Welche Symptome in dem Zusammenhang auftreten

Folgende Symptome können in Zusammenhang mit dem Gehirnnebel auftreten:
- Kopfschmerzen
- Orientierungslosigkeit/Wortfindungsstörungen
- Konzentrationsstörungen/fehlender Fokus
- Verwirrtheit/Stimmungsschwankungen
- Plötzliche Vergesslichkeit
- Antriebslosigkeit
- Müdigkeit
Laut Utopia verstehen Ärztinnen und Ärzte unter Gehirnnebel einen „Zustand, der es Betroffenen schwer macht, klare Gedanken zu fassen.“ Wichtig zu wissen ist, dass Gehirnnebel keine Erkrankung an sich ist, sondern meist als Symptom anderer Erkrankungen auftritt. Zurückzuführen ist Gehirnnebel auf verschiedene Gehirnfunktionsstörungen.
Auch Burnout kann den Körper belasten, ein Psychiater nent typische Sympome.
Welche Ursachen hinter Gehirnnebel stecken können
Die eine Ursache, die dafür verantwortlich ist, dass Menschen unter Gehirnnebel leiden, gibt es in der Regel nicht. Es kann ein Zusammenschluss von verschiedenen Faktoren sein. Beispielsweise ein ungesunder Lebensstil, der auf mentale Belastungen trifft. Oder aber ein Mix aus psychischen und körperlichen Erkrankungen. Daraus folgt, wie die Oberberg-Kliniken auf der eigenen Webseite mitteilen, dass es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und Prognosen gibt. Im Folgenden lesen Sie einige Ursachen, die für „Brain fog“ infrage kommen.
- Psychische Belastungen, darunter Schlafentzug, Stress oder Angst
- Psychische Erkrankungen, beispielsweise Depressionen
- Traumata
- Hormonelle Umstellungen, beispielsweise bei einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
- Erkrankungen, wie Multiple Sklerose oder Alzheimer
- Nach einer Sars-CoV-2-Infektion, beispielsweise im Rahmen von Long Covid
- Nährstoffmangel, beispielsweise Eiweiß, Vitamin D oder Eisen
Diagnose und Therapie von „Brain fog“
Eindeutige Kriterien, die nur für Gehirnnebel sprechen, gibt es auf den ersten Blick nicht. Die Diagnosefindung zieht daher mehrere Tests und verschiedene Untersuchungen nach sich. Die finden meist bei der Hausärztin oder dem Hausarzt statt. Nachgelagert werden dann neurologische Untersuchungen vom Fachpersonal durchgeführt. Dementsprechend sind die Therapieansätze auch je nach Ursache ausgelegt – Gehirnnebel durch eine Depression könne beispielsweise mit Medikamenten oder durch eine Therapie behandelt werden.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.