Gartenarbeit im Herbst: Obst und Gemüse können jetzt geerntet werden (Symbolbild).
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Gartenarbeit im Herbst: Obst und Gemüse können jetzt geerntet werden (Symbolbild).

Gartentipps im Herbst

Allergieauslöser im Herbst: Die besten Gartentipps für Allergiker

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Mit dem Herbst neigt sich die Blütezeit vieler Pflanzen dem Ende zu und damit auch die Pollensaison. Viele Allergiker freuen sich jetzt auf die Zeit im eigenen Garten.

  • Für Allergiker ist die Gartenarbeit im Frühling und Sommer meist kein Spaß. Erst im Herbst können sie aufatmen.
  • Doch auch im Herbst lauern im Garten noch einige Allergieauslöser.
  • Welche Pflanzen für Allergiker geeignet sind und was Heuschnupfen-Geplagte im Herbst bei der Gartenarbeit beachten sollten.

Mönchengladbach – Das Laub fällt von den Bäumen, die Temperaturen sinken und die Tage werden kürzer – Obwohl der Herbst kalendarisch erst Ende des Monats beginnt, haben Meteorologen bereits jetzt den Herbstanfang eingeläutet. Die meisten Allergiker atmen nun auf, denn bei vielen Pflanzen neigt sich die Blütezeit im Herbst ihrem natürlichen Ende zu. Doch nicht alle Heuschnupfen-Geplagten sind von den lästigen Symptomen befreit, denn einige Pflanzen und Gräser fühlen sich besonders im herbstlichen Klima wohl. Auch im Garten lauern jetzt verschiedene Allergieauslöser.

Allergien im Herbst: Diese Allergieauslöser lauern im Garten

Während die meisten Pflanzen im Sommer und Frühling blühen, machen einige Allergieauslöser Allergikern das ganze Jahr zu schaffen. So beginnt die Hauptsaison der Gräserblüte im Mai und zieht sich bis in den Juli hinein. Manche Gräser sorgen jedoch auch im November noch für rote Augen und Fließschnupfen. Heuschnupfen-Geplagte leiden zudem im Herbst unter den Pollen von Ambrosia und Beifuß. Diese Pflanzen zählen zu den saisonalen Allergieauslösern und fühlen sich auch bei kühleren Temperaturen noch wohl.

Schimmelpilze und Hausstaubmilben gehören ebenfalls zu den Allergenen, die auch im Herbst und Winter allergische Symptome auslösen. Ist das Wetter feucht und wechselhaft, fühlen sich Schimmelpilze im Gartenlaub sehr wohl. Auch im Komposthaufen, der Gartenerde oder in der Biotonne befinden sich Pilzsporen. Wer unter einer Schimmelpilzallergie leidet, der sollte daher auch bei der Gartenarbeit aufpassen. So können die Pilzsporen beim Laubrechen oder bei der Arbeit im Beet leicht an die Schleimhäute gelangen.

Allergien im Garten: Tipps für die Gartengestaltung und Gartenarbeit

Obwohl sich Allergene im Garten nicht vollständig vermeiden lassen, können Heuschnupfen-Geplagte bei der Gartengestaltung und Gartenarbeit einiges beachten. Wichtigste Regel lautet dabei: Wer unter einer Allergie gegen Gräser oder Sträucher leidet, sollte die entsprechenden Pflanzen aus dem Garten entfernen. So ist die Pollenbelastung durch Pflanzen im eigenen Garten etwa zehnmal größer als durch Pflanzen, die außerhalb des Grundstücks stehen. Befinden sich die Allergieauslöser in den Gärten der Nachbarn, kann eine Hecke als Schutz vor den umherfliegenden Pollen dienen.

Auch bei der Gartenarbeit gibt es ein paar Dinge, die Allergiker beachten sollten. Beim Rasenmähen, Umgraben der Beete und Laubrechen können Allergene durch die Luft wirbeln und so allergische Beschwerden auslösen. Nach einem langen Regen kann die Gartenarbeit angenehmer sein, da sich dann weniger Pollen in der Luft befinden. Regelmäßiges Rasenmähen verhindert zudem, dass sich Pollen und Sporen im Gras festsetzen. Wer unter einer Allergie gegen Schimmelpilze leidet, sollte das Entfernen des Laubs einem Familienmitglied überlassen, denn im Laub können sich Pilzsporen verstecken.

Allergien im Herbst: So wird Ihr Garten winterfest

Damit Gartenliebhaber auch im nächsten Jahr ihre freie Zeit im Garten genießen können, sollten sie laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) schon im Herbst entsprechende Maßnahmen treffen. Mit diesen Tipps bringen Allergiker ihren Garten geschützt durch den Winter:

  • Bereits im Herbst können Stauden und Ziersträucher zurückgeschnitten werden. Aufgrund des Vogelschutzes ist das Stutzen von Hecken allerdings erst ab Oktober erlaubt.
  • Obstgehölzen macht der Winter normalerweise nichts aus, sie müssen meist nicht vor Frost und Schnee geschützt werden. Sinken die Temperaturen unter null Grad, sollten Sie empfindliche Gemüsesorten mit Schutzfliesen abdecken.
  • Auch Frühlingspflanzen sollten Sie bereits im Herbst aussäen, um zu Beginn des Jahres mit einem blühenden Garten belohnt zu werden. So können Tulpen, Krokusse und Narzissen schon jetzt eingepflanzt werden.
  • Ein Gemüsegarten kann auch im Winter seinen Nutzen haben. Wintergemüse wie Grünkohl, Rosenkohl und Pastinaken liefern in der dunklen Jahreszeit wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Auch Sorten wie Feldsalat, Spinat und Winterzwiebeln können Sie auch im Winter noch ernten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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